Juli 25

Bromfietspad!

Heißt übrigens Motorradstrecke auf holländisch. Und da, wo man so spricht haben wir Urlaub gemacht, mit einem Wohnmobil. Die Kids haben ja immer gute Ideen, was sie gerne für einen Urlaub haben wollen, und dieses Jahr war das eben ein Campingtrip mit dem Haus unterm Po. Da wir leider nicht so viel Zeit hatten wir wir gerne wollten, musste der ursprüngliche Plan, nach Spanien zu fahren, weichen, und wir haben die Entfernung etwas reduziert, um auch etwas mehr als Autobahnen zu sehen. Das war auch eine sehr gute Idee, denn unsere Nachbarn sind bestens vorbereitet. Die 12 Tage mussten wir uns gut einteilen, und so haben wir vier Stationen gemacht, wobei wir nur die ersten beiden vorab geplant hatten. Erster Halt war Erkemederstrand kurz vor Amsterdam, ein schöner großer Platz, allerdings sehr windig. Da haben wir dann auch gleich KnowHow gesammelt: Markisen finden Seitenwind nicht so gut. Das Problem haben wir später dann auch in den Griff bekommen (Camper drehen, Heringe ruhig auch mal benutzen) aber haben abends dann doch ganz schön zugig gesessen. Die Jungs haben es sehr genossen, dass wir sie auch alleine losziehen ließen. Der Platz war ja mit Straßen durchzogen, sodass der Weg zurück nicht zu schwer war, und gleich auf dem ersten gab es mindestens fünf Spielplätze. Die erste Nacht war etwas anstrengend, weil sich Levi nachts mehrmals erschrocken hat, ab Nacht zwei war das aber alles schon vorbei, und sie haben ihr Hochbett geliebt. Erstaunlicherweise durften wir morgens noch recht lange schlafen, weil sie ziemlich leise gespielt haben. Der Start war somit aber fast optimal.

Zweite Station der Reise war dann die Nordseeinsel Texel. Wir waren auf einen Platz mitten in den Dünen, und der Weg zum Strand war mit den Fahrrädern an Bord auch kein Problem. Die Reise dahin allerdings könnte man als episch bezeichnen. Traditionllerweise kommt man mit einem Auto noch am besten auf eine Insel, wenn man eine Fähre benutzt, so auch wir. Was ich leider dabei übersehen habe ist, dass das Navi sich dabei zurückgesetzt hat, und nur auf „Texel“ stand.

  • Dieser Endpunkt war mitten in der größten Stadt auf der Insel.
  • Im Zentrum der Altstadt.
  • Einer Fusgängerpassage.
  • Mit richtig engen Gassen.
  • Und einem gerade laufenden riesigen Volksfest.

Da stand ich dann so mit meinem Schlachtschiff von Campingbus, aber die ansässigen Ladenbesitzer waren superfreundlich und haben mir geholfen, da wieder rauszukommen. Aber ich hätte vollstes Verständnis, wenn die meine Hirnaktivität ernstlich in Frage gestellt haben.

Station drei war nicht minder eigenartig. Wir wären gerne länger auf Texel geblieben, aber da alles ausgebucht war, mussten wir weiter. Dafür haben wir einen ganzen Abend lang gesucht und letztlich einen Platz bei Rotterdam gefunden. Da fahren wir so gemütlich drauf zu und dann tauchte der Hafen vor uns auf. Rotterdam hat ein riesiges Hafenareal, Ich meine 4stellige Dock-Zahlen gelesen zu haben, und ein Großteil der Fläche ist zugebaut mit Raffinerien und Schwerindustrie. Das blieb auch so, als wir noch 10 Kilometer auf dem Tacho hatten, und vor meinem geistigen Auge sah ich die Jungs schon im Hafenbecken planschen. Allerdings 3 Kilometer vor Ankunft wurde es mit einem Schlag sehr idyllisch und letztlich kamen wir in Brielle an, was wohl der schönste Platz des Urlaubs war. Brielle ist ein Städtchen auf einer ehemaligen Festungsanlage an der Hafeneinfahrt. Umrahmt von einer sternförmigen Kracht, und bestens touristisch erschlossen. Der Campingplatz dort war wohl ein Platz hauptsächlich für Dauercamper, und rammelvoll, da wir an einem Samstag ankamen, aber die Leute dort waren zuckersüß und haben uns sehr geholfen, uns da heimelig zu fühlen. Dort hatten die Jungs auch ihre erste Nacht im Zelt, weil sie das unbedingt wollten, und wir genug Stellplatz dafür hatten. Ich hätte fest mit einem Abruf gegen Mitternacht gerechnet, aber nein, sie haben souverän durchgezogen. Einen Tag haben wir auf der Seenplatte rund um Brielle verbracht mit einem gemieteten Boot. Alle fandens großartig, besonders wenn wir in Bugwellen der größeren Schiffe fahren konnten. Superschön, kann ich nur empfehlen, auch ohne Camper.

Letzte Station dann habe ich leider vergessen, aber auch da kamen alle auf Ihre Kosten. Für die Kids gab es Minigolf und einen schönen großen Pool, Wiebke hat Mambo zu einer Fahrradtour in die Umgebung ausgeführt und an der Bar gab es Mojitos 🙂 Ein würdiger Abschluss für einen schönen Urlaub. Aber günstiger als ein Pauschalurlaub in Spanien ist es leider auch nicht.

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Veröffentlicht25. Juli 2018 von Tino in Kategorie "Familie", "Reisen

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