August 15

Urlaub in Sachsen

Am Besten, ich fang erstmal an mit dem hier: Danke Oma und Opa, dass ihr uns eine Woche relative Ruhe verschafft habt.

Fred hat die Zügel fest in der Hand, und so passt es umso besser, das Levi und Till mal rauskommen. Wobei man sagen muss, dass sie in nur einem Monat so viel mehr Selbstständigkeit entwickelt haben, dass wir schon richtig stolz sind. Mal abgesehen davon, dass Sie neben Fred auf einmal doppelt so groß aussehen, das ist uns vorher irgendwie entgangen.

Wir warne zwar bei dem Urlaub nicht dabei, aber ich (Tino) fühl mich so ein bisschen in meine Kindheit zurückversetzt. So ziemlich alle Sehenswürdigkeiten aus meiner Kindheit wurden in der Woche abgeklappert, und ich glaube, jedem Ort haben die letzten 30 Jahre echt gut getan. Der Dinosaurierpark, Das Karl-May-Museum, die Festung Königstein, und sogar das Bad beim Wochenendhaus meines Opas, alles Orte, die ich schon kannte, also ich so groß war, und jetzt kennen die Jungs das auch.

Laut den Jungs war der Urlaub gut, also spielt in der gleichen Liga wie:

  • jeder einzelne Schultag
  • der Musikunterricht
  • alle Kindergeburtstage
  • Fussballtraining
  • ihr Lieblingsessen
  • eigentlich alles, wonach wir fragen

Aber wenn ich mir die Bilder so anschaue, scheint das schon … gut gewesen zu sein.

Als sie wieder da waren, haben Sie aber zumindest erzählt, dass sie eine neue Freundin haben. Sie waren etwas überrascht, als ich ihnen erzählte, dass das ihre Tante (2ten Grades) ist, da Sie zwei Monate jünger ist, aber ist so, ich habs grad nochmal nachgeschaut. Zumindest haben Sie jetzt nochmal einen ganzen Schwung Familie kennengelernt.

April 30

Ostern in Katalonien

Mit dem Wissen, dass ein Urlaub in den Sommerferien durch den Neuankömmling eher unsicher ist, haben wir den Jahresurlaub vorverlegt auf Ostern. Das ist bitter für alle, die sich auf das Osterbrunch gefreut haben, aber das holen wir ja nach.

Die Auswahl war auch eigentlich gut gerahmt. Wir wollten in ein spanischsprachiges Land und das ganze mit dem Auto erreichen, da auch Mambo mit musste. Also kamen wir schnell auf Nordspanien, und die Ostseite davon, weil das Wasser dort wärmer ist. Also auf die Suche nach Ferienhäusern , von denen es in der Ecke tausende gibt, und wir haben auch schnell ein paar gute gefunden. Es gibt sogar eine ganze Festung samt Insel zu mieten, aber das war uns dann doch zu teuer. Da die Häuser aber allesamt recht groß waren, haben wir uns mit Mella, Credrik, Dorian und Lini (im weiteren die Hufis) ein Haus geteilt. Zwei Familien, vier Kids nur ein Auto, aber eine Villa mit Meerblick und Pool, das war schon ziemlich nett für zwei Wochen.

Platja D’Aro liegt ziemlich genau 80 km die Küste raus von Barcelona, ein Stückchen nördlich von Lloret de Mar, ist eigentlich ein süßes kleines Städtchen am Strand, aber wir haben schon gehört , dass es in der Hauptsaison nicht mehr ganz so gemütlich ist. Das einzige Manko war wohl, dass die Wassertemperatur im Meer ziemlich erfrischend waren, aber das hat auch keinen der Jungs davon abgehalten, dort reinzuspringen.

Da die Hufis Großstädter sind, die es nicht so mit Autos haben und die Galactica mit 7 Sitzplätzen nicht für alle Platz hatte, konnten wir nur aufgeteilt Ausflüge machen, aber das ging schon alles irgendwie. Die Umgebung hat euch so einiges zu bieten, von einen irrsinnig hohen Kletterpark (ich glaub, ich hab keine Höhenangst mehr) bis nach Barcelona haben wir uns in den zwei Wochen schon ein bisschen umgeschaut.

Ostern haben wir auch gefeiert, etwas kleiner als sonst, aber mit Ostereiern und dem ganzen Programm. Ich glaube, die Bilder zeigen da mehr, als ich jetzt noch schreiben könnte, deswegen schaut hier:

März 4

Wenn der Schnee nicht zu uns kommen will…

…kommen wir eben zum Schnee. Gesagt getan. Wiebke hat einen Kurzurlaub im Schwarzwald klargemacht. Ort der Wahl war nach Prüfung des Wetterberichts Freudenberg. Der Schnee lag zwar schon ein paar Tage, aber mit einem Schlitten konnte man da immer noch ordentlich den Berg runterbrettern. Kamilo hat den Schnee ziemlich gut überstanden. Keine Erkältung und abgefroren ist auch nix.

Zu Fasching kann ich leider nicht viel sagen. Die Jungs haben sich als Ninjas verkleidet. Kostüm war wohl gut, denn wir haben sie nicht gefunden. 😀

Juli 25

Bromfietspad!

Heißt übrigens Motorradstrecke auf holländisch. Und da, wo man so spricht haben wir Urlaub gemacht, mit einem Wohnmobil. Die Kids haben ja immer gute Ideen, was sie gerne für einen Urlaub haben wollen, und dieses Jahr war das eben ein Campingtrip mit dem Haus unterm Po. Da wir leider nicht so viel Zeit hatten wir wir gerne wollten, musste der ursprüngliche Plan, nach Spanien zu fahren, weichen, und wir haben die Entfernung etwas reduziert, um auch etwas mehr als Autobahnen zu sehen. Das war auch eine sehr gute Idee, denn unsere Nachbarn sind bestens vorbereitet. Die 12 Tage mussten wir uns gut einteilen, und so haben wir vier Stationen gemacht, wobei wir nur die ersten beiden vorab geplant hatten. Erster Halt war Erkemederstrand kurz vor Amsterdam, ein schöner großer Platz, allerdings sehr windig. Da haben wir dann auch gleich KnowHow gesammelt: Markisen finden Seitenwind nicht so gut. Das Problem haben wir später dann auch in den Griff bekommen (Camper drehen, Heringe ruhig auch mal benutzen) aber haben abends dann doch ganz schön zugig gesessen. Die Jungs haben es sehr genossen, dass wir sie auch alleine losziehen ließen. Der Platz war ja mit Straßen durchzogen, sodass der Weg zurück nicht zu schwer war, und gleich auf dem ersten gab es mindestens fünf Spielplätze. Die erste Nacht war etwas anstrengend, weil sich Levi nachts mehrmals erschrocken hat, ab Nacht zwei war das aber alles schon vorbei, und sie haben ihr Hochbett geliebt. Erstaunlicherweise durften wir morgens noch recht lange schlafen, weil sie ziemlich leise gespielt haben. Der Start war somit aber fast optimal.

Zweite Station der Reise war dann die Nordseeinsel Texel. Wir waren auf einen Platz mitten in den Dünen, und der Weg zum Strand war mit den Fahrrädern an Bord auch kein Problem. Die Reise dahin allerdings könnte man als episch bezeichnen. Traditionllerweise kommt man mit einem Auto noch am besten auf eine Insel, wenn man eine Fähre benutzt, so auch wir. Was ich leider dabei übersehen habe ist, dass das Navi sich dabei zurückgesetzt hat, und nur auf „Texel“ stand.

  • Dieser Endpunkt war mitten in der größten Stadt auf der Insel.
  • Im Zentrum der Altstadt.
  • Einer Fusgängerpassage.
  • Mit richtig engen Gassen.
  • Und einem gerade laufenden riesigen Volksfest.

Da stand ich dann so mit meinem Schlachtschiff von Campingbus, aber die ansässigen Ladenbesitzer waren superfreundlich und haben mir geholfen, da wieder rauszukommen. Aber ich hätte vollstes Verständnis, wenn die meine Hirnaktivität ernstlich in Frage gestellt haben.

Station drei war nicht minder eigenartig. Wir wären gerne länger auf Texel geblieben, aber da alles ausgebucht war, mussten wir weiter. Dafür haben wir einen ganzen Abend lang gesucht und letztlich einen Platz bei Rotterdam gefunden. Da fahren wir so gemütlich drauf zu und dann tauchte der Hafen vor uns auf. Rotterdam hat ein riesiges Hafenareal, Ich meine 4stellige Dock-Zahlen gelesen zu haben, und ein Großteil der Fläche ist zugebaut mit Raffinerien und Schwerindustrie. Das blieb auch so, als wir noch 10 Kilometer auf dem Tacho hatten, und vor meinem geistigen Auge sah ich die Jungs schon im Hafenbecken planschen. Allerdings 3 Kilometer vor Ankunft wurde es mit einem Schlag sehr idyllisch und letztlich kamen wir in Brielle an, was wohl der schönste Platz des Urlaubs war. Brielle ist ein Städtchen auf einer ehemaligen Festungsanlage an der Hafeneinfahrt. Umrahmt von einer sternförmigen Kracht, und bestens touristisch erschlossen. Der Campingplatz dort war wohl ein Platz hauptsächlich für Dauercamper, und rammelvoll, da wir an einem Samstag ankamen, aber die Leute dort waren zuckersüß und haben uns sehr geholfen, uns da heimelig zu fühlen. Dort hatten die Jungs auch ihre erste Nacht im Zelt, weil sie das unbedingt wollten, und wir genug Stellplatz dafür hatten. Ich hätte fest mit einem Abruf gegen Mitternacht gerechnet, aber nein, sie haben souverän durchgezogen. Einen Tag haben wir auf der Seenplatte rund um Brielle verbracht mit einem gemieteten Boot. Alle fandens großartig, besonders wenn wir in Bugwellen der größeren Schiffe fahren konnten. Superschön, kann ich nur empfehlen, auch ohne Camper.

Letzte Station dann habe ich leider vergessen, aber auch da kamen alle auf Ihre Kosten. Für die Kids gab es Minigolf und einen schönen großen Pool, Wiebke hat Mambo zu einer Fahrradtour in die Umgebung ausgeführt und an der Bar gab es Mojitos 🙂 Ein würdiger Abschluss für einen schönen Urlaub. Aber günstiger als ein Pauschalurlaub in Spanien ist es leider auch nicht.

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Mai 16

Lanzarote

Wenn man mit vier eigenständig denkenden Individuen einen Urlaub plant, ist das vielleicht kein Tanz auf der Rassierklinge, aber zumindest nicht ganz einfach. Nachdem die Jungs uns auf dem Weg zum Wellenbad gefragt haben, was denn Wellen seien, war aber dieses Jahr die Richtung schon mal klar. Meer, Strand, und Piloten-Enkel müssen gefälligst auch mal geflogen sein. Wiebke ist jetzt nicht der größte Fan von Sonne (weil erklärter Erzfeind ihrer Haut) und Cluburlaub (weil Touries manchmal noch anstrengender als die Sonne sind), andererseits will das angelernte Spanisch auch genutzt werden, also kam der spanische Teil der Welt in den Fokus. Kuba ist noch zu weit weg (außer die Kinder sitzen hinten im Flieger und ich vorne), auf dem Festland ist es vor der Hauptsaison noch zu kalt, also Kanaren. Letztlich hat Lanzarote dann gewonnen, weil das Wasser dort schon am wärmsten war. Als Kompromiss musste das Hotel dann aber in Laufweite zum Strand als auch zu diversen Gastronomien liegen, und damit auch Halbpension, schließlich wollten wir ja auch raus (was echt wichtig ist).

Gefunden haben wir dann schließlich auch eins, lustiger weise das einzige Hotel auf der ganzen Inselkette, das ich schon kenne. Aber bevor mir einer das Klischee um die Ohren haut: ich konnte mich gar nicht mehr daran erinnern,, wie das Hotel aussah, und die haben alles umgebaut, denn beim letzten Besuch war ich so 14 Jahre alt. Im Nachhinein haben wir damit auch eine echt gute Wahl getroffen, denn wir hatten gefühlte 10 Tapas-Bars in Laufreichweite und genauso viel Autovermietungen, wodurch wir uns den besten Preis aussuchen konnten. Die Leute im Hotel waren absolut super, lediglich die Drinks haben sie mir hin und wieder geklaut, weil durch die vielen Armbändchen (All Inclussive) der Gedanke „die holen sich dann sicher gleich nen neuen, kost ja nix“ zu fest gesessen hat. Aber auch da haben wir unsern Weg gefunden. Die Animateure haben sich größte Mühe mit den Kids gegeben, die das auch echt super fanden. Auf dem Rückflug hatten wir deshalb auch 1 Kilo Gebasteltes aus Papier dabei, quasi eine Krone für jeden Tag… und jede Gelegenheit. Schlumpfhut, Früchtekrone, Superheldenverkleidung… der Rest fällt mir schon nicht mehr ein. Das riesige Gänseblümchen ist übrigens Daisy, das Hotel-Maskottchen. Till mochte die ziemlich gerne, auch wenn er am Tag zwei ankam, und mir ganz heimlich offenbart hat, dass das gar keine echte Blume ist, sondern ein Mensch. Auf den Schock musste ich dann bei den Mittags-Hotelspielen mitmachen, um da nen Cocktail zu gewinnen. Hat ganz gut geklappt, mir war aber auch echt nicht klar, wie weit ich einen Eiswürfel spucken kann.

Um dem Lagerkoller entgegen zu wirken (da gibts echt Leute, die drei Wochen lang nicht vor die Tür gehen, verrückt!), sind wir mal fünf Tage über die Insel getuckert. Wenn man nicht jedes kleine Detail sehen will, reicht das auch, denn wir waren fast in der Mitte, und in jede Richtung hat es nicht länger als 45 Minuten bis zum Meer gedauert. Im Norden gibts leckeren Fisch, und eine schöne Bucht zum Baden. Dort haben Till und Levi zum ersten Mal Ebbe und Flut in Aktion gesehen. Wir waren grad da, als die Flut zurückging, und die Sandburg , die wir direkt am Wasser gebaut haben, war bei Abfahrt gute 10 Meter von der Wasserkante entfernt. Ansonsten gibts da am Nordkap (Orzola) sehr leckeren Fisch, im Südkap (Playa Blanca) aber auch, wo wir uns dann auch mal die Vulkane angeschaut haben. Vulkane sind auf Lanzarote sowieso sehr präsent, die ganze Insel sieht aus wie aufgehackter Baugrund, weil auf den Lavasteinen nicht allzu viel wächst, besonders nicht bei dem vorherrschendem Wetter von Sonne, Sonne und Wolken, Sonne und Wind, und hin und wieder mal ein Tornado. Der eine Tornado, welcher laut der Ansässigen nur einmal alle sieben Jahre vorkommt, ist während unserer Rundfahrt im Süden dann auch mal zu Besuch gekommen, und hat die Gegend um unser Hotel inklusive des Pool mächtig verwüstet. War für uns kein großes Drama, und die Jungs sind hervorragende Katastrophentouristen. Die wollten alles sehen, die Feuerwehr, die das Nachbarhotel wieder leerpumpen musste und den Strand, auf dem allerlei seltsame Sachen in Meer gespült wurden durch den Fluss, den es wohl auch nur alle sieben Jahre gibt. Familienfreundlicher Extremtourismus für zwei Tage, dann war alles wieder im Lot.

Alles in allem hatten wir eine super Zeit. Nächstes Jahr brauchen wir dann einen See, denn jetzt wollen Till und Levi Schlauchboot fahren. Das kriegen wir doch hin!

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Februar 24

Endlich mal Winter

Ich weiß, ich weiß. Ich bin mal wieder zu spät dran für den monatlichen Blog, aber dafür ist auch viel passiert. Wir waren alle mal dolle krank, das hat total Spaß gemacht (eigentlich nicht, aber dafür warn wir letztes Jahr extrem gesund), dann hab ich das versprochene Video soweit fertig und muss es nur noch rendern und hochladen, davor hab ich ein Gespräch mit meinem Provider, weil mir der Platz ausgeht, um sowohl das Video, als auch Bilder hochzuladen. Andererseits möchte ich aber auch nichts löschen, denn wenn uns jemals das Haus bis auf die Grundmauern niederbrennt, ist diese Seite die letzte Bastion, die noch alle Bilder der letzten fast 8 Jahre beinhaltet (wow, so lange mach ich das schon?). Zuguter Letzt wurde die Bildergalerie überholt, da die Masse an Bildern einfach zu unübersichtlich wurde.

Was auch noch ein wenig Zeit (und desweiteren eine große Portion Nerven sowie eine nicht unerhebliche Zahl hörbarer Frequenzen) geraubt hat, ist unser neuestes Zimmer im Haus. Da der Weihnachtsmann so generös war, und Tills größten Wunsch erfüllt hat, mussten wir ein Musikzimmer einrichten, den niemand will ein großes Schlagzeug (4 Becken, Highhat, zwei Snaredrumms, 2 Basedrums, Pauke, ja echt groß!) im Wohnzimmer haben, alos wurde der einzige innenliegende Kellerraum geräumt, was durchaus eine gute Idee war, denn da standen noch drei unberührte Umzugskartons, die jetzt endlich entsorgt sind. Die Jungs haben da jetzt alles, zum Musik, oder Krach machen, natürlich auch mit Gehörschutz, der verpflichtend bei Betreten angelegt wird. Danke an Daniel und Rainer für die Unterstützung mit weiteren Lichtern und Instrumenten, bald sind wir eine Punkband!

Das Jahr find schon mal super an. Ich hab den Jungs für unseren Sylvesterulaub Schnee versprochen. Der kam auch, allerdings erst eine Stunde vor unserer Abfahrt, was den Abschied zu einem mittelschwerem Drama verwandelt hat. Dafür haben wir aber mal unsere Schlitten den Feldberg runtergejagt, was super war, denn Till hat sich kaputtgelacht wenn er in den Graben gefahren ist, und Levi ist Meister des Lenkschlittens, was mir nicht bewusst war. Der fährt mich später durch die Gegend! 

Vor diesem Ausflug gabs mein persönlichen Highlight des Monats, Uri hat Ihren 90ten Geburtstag gefeiert, Opa Rainer auch, was einen ordentlichen Teil der Familie nach Bremen gebracht hat. Wir dachten uns, die Gelegenheit wäre gut, mal einen Fotograf zu beauftragen. Das wir im bremer Parkhotel so eine geniale Kulisse dazu haben würden, war nicht erwartet, aber wenn ich mir das Ergebnis anschaue, summe ich immer die Titelmelodie von Denver-Clan. 

Die Herren des Klans haben dann noch Ihr Weihnachtsgeschenk eingelöst und jetzt können wir alle grillen (ja, konnten wir vorher auch, aber jetzt mit Schürze!). Schön wars allemal, danke dafür!

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September 1

Ruhe? Kenn ich nicht

Hooray, endlich neue Bilder. Der Sommer war ein guter und neigt sich nun wohl dem Ende, aber ich denke, wir haben die Hitze gut genutzt. Der Pool hat seinen Dienst getan und wird jetzt nicht mehr geflickt, der Not-Pool tuts für eventuell heiße Tage noch eine Weile (Ja, liebe Eltern, ihr braucht einen Not-Pool, alles andere wollt ihr nicht erleben).

Unser Urlaub war gelinde gesagt ein Knaller. Dank des Großfamilienurlaubs im letzten Jahr waren wir schon vorbereitet, dass die Jungs in vielen Bereichen eine kurze Lunte haben und schnell eskalieren, wenn sie was nicht mögen, hielt sich aber total im Rahmen. Was aber wirklich anstrengend ist, ist die Kommunikation. Es gibt nämlich nur ein paar Stunden ohne, und das ist, wenn sie schlafen. Ansonsten quakt Levi ununterbrochen. In den meisten Fällen fängt er an zu reden und weiß eigentlich noch nicht was er sagen will, also also einfach wieder von vorne anfangen, die Eingebung kommt bestimmt. Till redet nicht so viel (so ein Glück), macht das ganze aber durch Lautstärke (so ein Pech) wieder wett.

Idstein wurde übrigens wohl für diesen Urlaub gebaut, denn ein Großteil der Gaststätten und Kneipen ist in verkehrsberuhigten Bereichen. So konnten wir die Jugns einfach rennen lassen. Glück Level2 ist, dass es zwei sind, und die beiden beschäftigen sich großartig miteinander. Fangen spielen, irgendwo rumklettern, irgendwas, Hauptsache laut… die sind schon ziemlich kreativ.

Erlebt haben wir wahnsinnig viel, es gab zwar auch „lazy days“, schließlich waren wir im Urlaub, aber Zoo, Vergnügungspark Burgerkundung, Indianersuchen, Schwimmen und jeden Tag woanders SchniPo essen waren im Programm.

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August 19

Endlich Urlaub

Seit die beiden halben Helden auf der Welt sind, haben wir es nicht mehr geschafft, Urlaub zu machen, und davor war es auch eine Weile her. 4 Jahre, um genau zu sein. Höchste Zeit, mal wieder raus zu kommen, wobei das mit Kindern durchaus mal eine ganz andere Herausforderung ist. Eine Fahrt von 8 Stunden dauert bei uns dann gleich mal 12, weil eine kurze Pause nicht reicht. Wir sind schon extra nachts losgefahren, damit die Kinder wenigstens die Hälfte der Zeit schlafen. Fazit: Abfahrt in Nauheim um 1:30 in der Früh, erster Rast 3:30 Uhr nach mittelschwerem Protest von der Rückbank mit 1stündiger Unterbrechung auf dem Indoor-Spielplatz.

Auch schön war die Erkenntnis, dass wir nachts genau so viel Verkehr hatten, wie ich auf der gleichen Strecke zwei Wochen vorher am Tag. Der Grund war, dass wohl ganz Holland evakuiert werden musste, die aber praktischerweise wohl alle schon gepackt hatten, und in Deutschland viele Bundesländer Ferienbeginn hatten. Wir haben nicht schlecht gestaunt, wie viel Action auf den Rasthöfen war. Deshalb mussten uns verbotenerweise an den Rand stellen, weil kein einziger Parkplatz mehr frei war, und als wir in die Raststätte kamen, fragte Wiebke nur, ob der Laden grad überfallen wurde. Vermutlich war der sauberste Fleck weit und breit wohl die große Mülltonne am Ausgang. Traurig aber wahr.

10 Stunden später kamen wir dann aber in Südtirol an. Genauer, in St. Georgen am Hang über Schenna. Die Jungs hatten bis dahin sämtliche weiteren Versuche, sie wieder schlafend zu bekommen abgeblockt und waren dann abends auch nicht mehr allzu glücklich, aber das war zu erwarten und als sie dann im Bett lagen sind wir auch KO gegangen. Soviel zu Tag eins.

Die Georgenhöhe, unsere kleine Pension der Wahl und schon langjähriges Urlaubsziel – zumindest von Wiebke – war super zuvorkommend. Zum einen haben Lukas und Hannes, die Kinder des Hauses, eine super Animation geliefert … samt einer fast freiwilligen Freigabe ihres gesamten Spielzeugs. Zum anderen haben wir für Till und Levi ein extra Zimmer bekommen. An dieser Stelle eine dicke Entschuldigung: grad fällt mir ein, das ich vor der Abfahrt vergessen habe, die Steckdosensicherungen wieder zu ziehen. Die Jungs mochten ihr Zimmer total und fanden es super, in einem riesigen Doppelbett zu schlafen. Wenn ich richtig gezählt habe, sind sie auch nur dreimal rausgefallen.

Wo wir nun mal da waren, sind wir auch durch die Berge gewandert, wobei es mit zwei Kindern von 2,5 Jahren entweder ein Spaziergang mit leichtem Anstieg war oder Leistungssport mit 15 Kilo Ballast auf dem Rücken. Die Unverzagts waren so nett, uns ihre Trage und Manduka zu leihen, die wir für so manches Stück auch gut gebrauchen konnten. Ich als Papa mit mittelschwerer Höhenangst muss gestehen, dass ich wohl auf ewig Flachländer bleiben werde, aber mal so einen Urlaublang geht das schon.

Eine Sache, die man als Eltern auch lernt: Kinder sind ja in den eigenen vier Wänden am ehestens mal komplett sie selbst, wie zuvor schon erwähnt. Das tun sie auch, wenn in einer fremden Umgebung den ganzen Tag lang alle Großeltern und die Eltern um einen herumschwirren. Zweimal haben wir abends das Essen im Restaurant einfach abgebrochen wegen “unüberbrückbarer Differenzen”. Das sind solche Anfälle bei denen wir zu Hause einfach mal schreien lassen, bis sie wieder runterkommen, aber das will man in der Öffentlichkeit eigentlich keinem antun, was die Sache für uns Eltern schon hin und wieder ganz schön anstrengend gemacht hat.

Ich denke, alle Beteiligten waren abends sehr froh, wenn wir noch gemütlich beim Wein saßen, und die Kinder geschlafen haben.

Allzu viel mehr gibt‘s gar nicht zu sagen, beziehungsweise, ab hier kann ich auch Bilder sprechen lassen. Es war eine schöne Zeit, und jetzt hoffen wir mal, dass nächstes Jahr wieder genug Geld im Pott ist, für den nächsten Urlaub.

Es hat uns viel Spaß gemacht, und war die paar Strapazen allemal wert. Danke an alle Omas, Opas, Nordlichter und Tiroler für den schönen Urlaub!

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