September 14

2 Monate Abenteuer

„Ja, warum hatter denn schon wieder einen Monat vergessen?“ Hab ich gar nicht, es war nur echt viel zu tun, sowohl beruflich als auch im/am/unterm Haus, weshalb ich zwar alles soweit vorbereitet hab, aber irgendwie nicht dazu kam, mal in Ruhe zu schreiben. Kann ich immer noch nicht, aber noch länger wollte ich nicht warten. 

Es ist so viel passiert. Die Jungs sind jetzt Wackelzähne, das heißt angehende Schulkinder. Das bringt uns jetzt schon ein bisschen in Hektik, denn wir haben keine optimistische Aussicht auf einen Platz in der Ganztagsbetreuung, was wohl maßgeblich unseren (oder den der Großeltern) Alltag verändern dürfte. Gerade hörte man so, dass wohl am Ersten Tag der Formularannahme eine ziemlich lange Schlange mit aufgebrachten, genervten, nervösen (oder alles zusammen) Eltern angetreten ist. Problem für uns: wir haben den Antrag am zweiten Tag erst in den Briefkasten geworfen. Den Gerüchten folgend vermute ich, dass wir damit auch 2019 keinen Platz kriegen, aber mal sehen.

Wackelzähne haben die Jungs noch nicht, und sie sind empört darüber, aber meine Erfahrung sagt mir, das wird schon irgendwie.

Den Weg zum Schulkind ebnen wir gerade durch viele neue Dinge. Wiebke ist ziemlich großartig, was Ideen dafür angeht. Deshalb haben wir jetzt eine Magnettafel mit einem Wochenplan, damit die Jungs selber gucken können, was Sie so für Termine haben. Erst dachte ich ja, das hilft nur uns, aber jeden Morgen schau’n sie als erstes, was da so draufsteht, klappt also ziemlich gut. 

Ein Punkt auf dieser Tafel ist Taschengeld. Wir wollten damit erst anfangen, wenn Sie in der Schule sind, aber irgendwie hat vor allem Till so viel Druck gemacht, dass wir mit einem halben Taschengeld anfangen. Sie bekommen jetzt jede Woche 50 Cent und können sich einen Bonus verdienen, wenn sie uns im Haushalt helfen. Ob das geklappt hat? Hmm, mal sehen: Levi hat ohne Not schon zweimal das Spielzimmer aufgeräumt, was vorher nur unter Androhung von Repressionen möglich war. Sie bringen den Müll raus, räumen den Tisch ab und wollen sogar noch mehr machen. Damit haben wir nicht gerechnet, aber das lassen wir jetzt so. Mal sehen, wie lang es funktioniert. 

Till scheint dadurch allerdings ein paar raubkapitalistische Tendenzen zu haben. Er versucht in letzter Zeit immer wieder, Geld zu verdienen, indem er Bekannte und Freunde schröpft. Mal baut er eine Legoausstellung (dass wir bezahlt haben) auf dem (unseren) Fensterbrett auf, und zum Angucken muss man bezahlen. Er überlegt sich spiele, die seine Freunde aber nur gegen Bezahlung spielen dürfen, oder verkauft aus dem Hoftor heraus alles, was so herumlag, inklusive eines alten Besens. Seltsam, aber scheinbar gehen bei uns alle Passanten ohne Geld spazieren.

Jetzt fehlt noch „unterm“ Haus, wie im zweiten Satz angekündigt. Da steht jetzt ein schicker neuer Geflügelstall, in unserem Fall für Laufenten. Kurzer Exkurs: Laufenten sind gezüchtet zum Eierlegen und oder Fleisch, und (weil die Frage aufkam) die heißen Laufenten, weil sie nicht fliegen können, Schwimmen geht aber noch ganz gut. In 10 Tagen habe ich den Stall zusammen gezimmert, am elften kamen dann die drei Quackies namens Goa, Gabber und Gipsy. Das hat in den ersten 10 Tagen gut funktioniert, Mambo kommt gut mit den Enten klar, sodass wir den Zaun recht schnell wieder aufmachen konnten. Die Wissen wo sie was finden und wir haben gelernt, dass auf keinen Fall Wasser im Stall stehen sollte, weil die eine heillose Schweinerei damit machen.

Dann Drama! Wir waren beim Abendessen, und draussen gabs ein bisschen Radau, soweit nicht ungewöhnlich, aber als Weibke mal kurz geschaut hat, lag der Erpel Gabber halb in der Hecke und Goa hat wild um ihn rumgeflattert. Das gabs auch vorher schon, denn der Erpel war noch ein bisschen kleiner als die Hennen, und deshalb haben sie ihn hin und wieder geärgert. Inzwischen wissen wir, dass Gabber trotzdem der Scheff war, weil er zur Dämmerung immer reingegangen ist, und die Ladies hinterher. Wir wissen nicht mit Sicherheit, was nun genau passiert ist, aber der arme konnte nicht mehr aufstehen, ist immer wieder umgefallen, und innerhalb von nur 30 Minuten leider gestorben. Ziemlich traurig für alle, Wobei unsere Jungs irgendwie die tapfersten waren. Jetzt haben wir das erste Tier beerdigen müssen, aber Till und Levi hatten überhaupt keine Scheu. Sie haben geholfen, das Loch zu buddeln, haben dem Erpelchen Tschüss gesagt, und ihn nochmal gestreichelt und glauben jetzt, dass das Grab so ähnlich wie ein Telefon funktioniert, allerdings nur in eine Richtung.

Um auch den Entchen einen Gefallen zu tun, haben recht schnell einen neuen Erpel (Gabber, zweiter seines Namens, König der Plattfüße und der ersten Enten, Herr der drei Wiesen und Beschützer des Stalls – Gabber reicht, da hört er schon nicht drauf) besorgt. Der allerdings kommt nun aus dem gleichen Stall wie die beiden Hennen, und die bleiben jetzt die ganze Nacht draußen, wenn man sie nicht in den Stall treibt. Aber wir arbeiten dran, dass die das bald alleine machen. 

Soweit erstmal. Ja, viel Text, aber wie angekündigt, unglaublich viele Termine, jetzt hoffen wir mal dass es vor Oktober noch mal Entspannung gibt, denn dann geht’s mit Sicherheit wieder los, weil die halbe Familie in dem Monat Geburtstag hab. Aber dazu dann hoffentlich in einem Monat mehr.

 

Juli 4

Partymonat

Ja, dieser Monat ist voll, so voll, dass wir grad mehr Termine haben als Tage verfügbar. Anfang des Monats habe ich erstmal unser Haus gepimpt, was jetzt über eine schicke, helle und fast neue Gartenbeleuchtung verfügt. 

Der Hessentag war dieses Jahr um die Ecke in Rüsselsheim und das ist mal echt ein großes Volksfest. Wer Rüsselsheim nicht kennt, hier gibt es eigentlich normalerweise nur eine Stadt mit geschätzt (echt nur geschätzt) 40000 Einwohnern und dann halt das Opel-Werk, was auf der Karte ziemlich dominant aussieht. Wenn man jetzt in die ziemlich üppige Fußgängerzone, die riesigen Parkplätze und das Mainvorland 12 Bühnen und jede Menge Kirmeskram verteilt, die Entfernung zum nächsten Bierwagen maximal 50 Meter ist von jedem Punkt der Stadt (auch nur geschätzt) und das alles locker mit dem Fahrrad erreichbar ist, reicht das Potential, um ne echt schöne Zeit zu haben. Also offen gesprochen haben wir eher mit totalem Gedrängel, Stress und genervten Kids gerechnet, aber all das gab es gar nicht. Ein kompletter Stadtpark wurde zum Kinderparadies und Weindorf (Zufall???) umgebaut, und da haben wir ganz locker den Tag verbracht, sogar Liegestühle waren überall frei. Die Jungs durften ganz viele Instrumente testen, im Sand spielen, einen Tornado machen, und Riesenrad fahren. So lässt sich’s aushalten. 

Aber das ist ja alles gar nichts gegen die legendäre Paw-Patrol-Halbsechs (Die Jungs lernen gerade die Uhr)-Party. Auch hier haben wir mit Krach, Stress, und viel zu viel Gewusel gerechnet, und waren ziemlich baff, als wir ganz locker mit ein paar Müttern Kaffee trinken konnten und 8 Kinder auf dem Gelände verteilt in Gruppen gespielt haben. Erst der große Hindernislauf hat den Puls hoch genug gedreht, dass die Befürchtungen wahr wurden, aber dann wollten wir es auch so. Die Jungs haben sich richtig über jedes ihrer Geschenke gefreut und das freut dann auch uns. Wenn jetzt die Ameisen bitte endlich mal anfangen würden ihr neues Zuhause zu buddeln, ist alles gut, sonst gibts Blattschneideameisen, die machen wenigstens richtig Stimmung 😉

Juni 4

Sommer, Sonne Gehfussball

Die Poolsaison wurde offiziell mit Einzug des Rekordsommers eröffnet. Es ist echt erstaunlich, was für einen Sprung die Jungs gemacht haben, wenn es um Beschäftigung geht und vor allem Selbstständigkeit. Es gibt zwar immer mal wieder Rückschläge, z.B. dass Till vergisst, wie man ein T-Shirt auszieht, und dann zum Beweis zeigt, wie unglaublich kompliziert man sich ausziehen kann, aber das sind nur Phasen. Wir haben beiden erlaubt, dass sie auch mal mit dem Fahrrad alleine am Bach lang fahren können (weit und breit keine Straße), sofern Sie uns Bescheid sagen. Till findet das jetzt nicht so interessant, aber Levi hat schon zwei Ausflüge gemacht. Ich denke, da geht noch mehr, aber immer langsam. 

Viel mehr gibts eigentlich über den Mai gar nicht zu erzählen. Ich habe beim Gehfussball seit 7 Jahren mal wieder aktiv mitgespielt, und ich glaube, die Turnierleitung ist gar nicht so unparteiisch wie man meint. Naja, ein dritter Platz ist auch ok, solange niemand sagt, wie viel Mannschaften mitgespielt haben. Wer bei der nächsten WM mitmischen will, darf sich gerne auf dieser professionell erstellten Seite über die Regeln und den Ablauf informieren.

 

Mai 16

Lanzarote

Wenn man mit vier eigenständig denkenden Individuen einen Urlaub plant, ist das vielleicht kein Tanz auf der Rassierklinge, aber zumindest nicht ganz einfach. Nachdem die Jungs uns auf dem Weg zum Wellenbad gefragt haben, was denn Wellen seien, war aber dieses Jahr die Richtung schon mal klar. Meer, Strand, und Piloten-Enkel müssen gefälligst auch mal geflogen sein. Wiebke ist jetzt nicht der größte Fan von Sonne (weil erklärter Erzfeind ihrer Haut) und Cluburlaub (weil Touries manchmal noch anstrengender als die Sonne sind), andererseits will das angelernte Spanisch auch genutzt werden, also kam der spanische Teil der Welt in den Fokus. Kuba ist noch zu weit weg (außer die Kinder sitzen hinten im Flieger und ich vorne), auf dem Festland ist es vor der Hauptsaison noch zu kalt, also Kanaren. Letztlich hat Lanzarote dann gewonnen, weil das Wasser dort schon am wärmsten war. Als Kompromiss musste das Hotel dann aber in Laufweite zum Strand als auch zu diversen Gastronomien liegen, und damit auch Halbpension, schließlich wollten wir ja auch raus (was echt wichtig ist).

Gefunden haben wir dann schließlich auch eins, lustiger weise das einzige Hotel auf der ganzen Inselkette, das ich schon kenne. Aber bevor mir einer das Klischee um die Ohren haut: ich konnte mich gar nicht mehr daran erinnern,, wie das Hotel aussah, und die haben alles umgebaut, denn beim letzten Besuch war ich so 14 Jahre alt. Im Nachhinein haben wir damit auch eine echt gute Wahl getroffen, denn wir hatten gefühlte 10 Tapas-Bars in Laufreichweite und genauso viel Autovermietungen, wodurch wir uns den besten Preis aussuchen konnten. Die Leute im Hotel waren absolut super, lediglich die Drinks haben sie mir hin und wieder geklaut, weil durch die vielen Armbändchen (All Inclussive) der Gedanke „die holen sich dann sicher gleich nen neuen, kost ja nix“ zu fest gesessen hat. Aber auch da haben wir unsern Weg gefunden. Die Animateure haben sich größte Mühe mit den Kids gegeben, die das auch echt super fanden. Auf dem Rückflug hatten wir deshalb auch 1 Kilo Gebasteltes aus Papier dabei, quasi eine Krone für jeden Tag… und jede Gelegenheit. Schlumpfhut, Früchtekrone, Superheldenverkleidung… der Rest fällt mir schon nicht mehr ein. Das riesige Gänseblümchen ist übrigens Daisy, das Hotel-Maskottchen. Till mochte die ziemlich gerne, auch wenn er am Tag zwei ankam, und mir ganz heimlich offenbart hat, dass das gar keine echte Blume ist, sondern ein Mensch. Auf den Schock musste ich dann bei den Mittags-Hotelspielen mitmachen, um da nen Cocktail zu gewinnen. Hat ganz gut geklappt, mir war aber auch echt nicht klar, wie weit ich einen Eiswürfel spucken kann.

Um dem Lagerkoller entgegen zu wirken (da gibts echt Leute, die drei Wochen lang nicht vor die Tür gehen, verrückt!), sind wir mal fünf Tage über die Insel getuckert. Wenn man nicht jedes kleine Detail sehen will, reicht das auch, denn wir waren fast in der Mitte, und in jede Richtung hat es nicht länger als 45 Minuten bis zum Meer gedauert. Im Norden gibts leckeren Fisch, und eine schöne Bucht zum Baden. Dort haben Till und Levi zum ersten Mal Ebbe und Flut in Aktion gesehen. Wir waren grad da, als die Flut zurückging, und die Sandburg , die wir direkt am Wasser gebaut haben, war bei Abfahrt gute 10 Meter von der Wasserkante entfernt. Ansonsten gibts da am Nordkap (Orzola) sehr leckeren Fisch, im Südkap (Playa Blanca) aber auch, wo wir uns dann auch mal die Vulkane angeschaut haben. Vulkane sind auf Lanzarote sowieso sehr präsent, die ganze Insel sieht aus wie aufgehackter Baugrund, weil auf den Lavasteinen nicht allzu viel wächst, besonders nicht bei dem vorherrschendem Wetter von Sonne, Sonne und Wolken, Sonne und Wind, und hin und wieder mal ein Tornado. Der eine Tornado, welcher laut der Ansässigen nur einmal alle sieben Jahre vorkommt, ist während unserer Rundfahrt im Süden dann auch mal zu Besuch gekommen, und hat die Gegend um unser Hotel inklusive des Pool mächtig verwüstet. War für uns kein großes Drama, und die Jungs sind hervorragende Katastrophentouristen. Die wollten alles sehen, die Feuerwehr, die das Nachbarhotel wieder leerpumpen musste und den Strand, auf dem allerlei seltsame Sachen in Meer gespült wurden durch den Fluss, den es wohl auch nur alle sieben Jahre gibt. Familienfreundlicher Extremtourismus für zwei Tage, dann war alles wieder im Lot.

Alles in allem hatten wir eine super Zeit. Nächstes Jahr brauchen wir dann einen See, denn jetzt wollen Till und Levi Schlauchboot fahren. Das kriegen wir doch hin!

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Mai 16

Ostern

… ist jetzt schon eine Weile vorbei, aber früher hab ich’s einfach nicht geschafft. Zum einen weil wir ja auch noch Urlaub gemacht haben (dazu später mehr) zum anderen, weil die Flut an Bildern erstmal sortiert werden musste. Die Jungs hatten natürlich Ihren Spaß damit, und wir auch, denn zweimal Brunch an einem Wochenende ist immer gut. Danke allen, die geholfen haben, das Buffet zu plündern.

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April 10

Frühjahrs-Zerstörungs/-Wiederaufbau/-Putz

So ein Haus macht Arbeit, wissen ja alle, aber die Produktion an Sperrmüll, darüber redet keiner. Wir haben durch den Umbau der Terrasse, die alten Zäune aus dem Wohnzimmer und der alte Spielplatz samt Baumhaus einen ordentlichen Stock aus alten Brettern, die wir eigentlich seit Jahren per Container entsorgen wollen. 

Jetzt kam aber Till darauf, dass er unbedingt ein Feuerwehrauto haben wollte. Das hab ich erstmal abgelehnt, weil ich nicht mal eben einfach so ein Auto für mein Kind kaufe. Also hab ich ihm gesagt, um ein Auto zu bauen, brauch ich mehr Holz. Till ist ein sehr schlauer Junge, und seine Pläne sind keine Luftschlösser mehr, also wenn er sich was wünscht, dann wünscht er sich das so lange bis er es hat (Schlagzeug!). Also hat er den Bollerwagen genommen, und angefangen, den mit Holz vollzuladen, was er in der Garage oder Werkstatt gefunden hat. Da kam mir dann die Idee, dass wir eigentlich genug Holz haben, und wir haben gebaut. Levi hatte dieser Tage dann auch in einem verwegenen Kletterunfall unser Schuhregal  zu Kleinholz verarbeitet, also konnte ich gleich noch etwas mehr Holz loswerden. Super Sache, und das neue Regal passt sowieso viel besser in den Raum. Das ist übrigens grad irgendwie hipp und nennt sich „Upcycling“, wir sind also trendy. Wohoo!

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Im März war der Garten unser Sorgenkind. Wiese im Eimer nach den Kanalarbeiten, alle Hecken zu groß, überall Unkraut. Das haben wir jetzt drei Wochenenden lang bearbeitet, und irgendwie sind wir immer noch nicht fertig. Achja, oben steht ja was von Zerstörung: wir haben unseren Bachlauf  wieder eingeebnet, und was bleibt, ist ein Riesenloch. Wiebke liest sich aber gerade schlau, wie das mit Laufenten im Garten so läuft (das Wortspiel musste ich mitnehmen), weil die gerne Nacktschnecken essen und davon haben wir wirklich reichlich. Jetzt haben wir in einem Nebensatz mal erwähnt, dass man das Loch in einen Teich für die Enten verwandeln könnte, was wohl bei den Jungs suggeriert hat, dass wir auf jeden Fall gleich morgen Enten kaufen gehen. Nunja, Übergangslösung sind zwei Kinderschaufeln aus dem Baumarkt, und die Freigabe, jederzeit den Dreck im Erdloch von links nach rechts und wieder zurück schaufeln zu dürfen. Notiz an mich: Plan entwickeln, Kinderenergie sinnvoll zu kanalisieren.

Wohl fast der genialste Event war der Besuch mit Oma Katrin bei der Idsteiner Polizei (Danke Hattun!). Die Bilder sind großartig und Till wird das so schnell nicht mehr vergessen. Das sind jetzt offizielle Kinder-Kommissare, die können sich sogar ausweisen!

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März 5

Fasching

Ich hab frecherweise mal die Faschingsbilder reingemogelt, da ich den Februar total vergessen habe. Eigentlich war die Aufgabenstellung total klar: „Kinder, das Thema ist Dschungel, was wollt ihr denn für ein Kostüm haben?“

„Krokodil!“

„Feuer!“

Ja, gut, ok… Kriegen wir hin. So beim Basteln hat sich Levis Idee (Feuer) als super entpuppt, denn so ein Kostüm hat schonmal sonst keiner. Übrigens sahen auch alle Krokodil-Onesuits nicht halb so schick aus wie Till in voller Montur. Gebastelt haben wir zwei Tage lang dran, aber es hat sich gelohnt. Nur traue ich mich nicht, das Zeug zu waschen, was dringend nötig wäre, aber wahrscheinlich alles in Flusen verwandelt.

Februar 24

Endlich mal Winter

Ich weiß, ich weiß. Ich bin mal wieder zu spät dran für den monatlichen Blog, aber dafür ist auch viel passiert. Wir waren alle mal dolle krank, das hat total Spaß gemacht (eigentlich nicht, aber dafür warn wir letztes Jahr extrem gesund), dann hab ich das versprochene Video soweit fertig und muss es nur noch rendern und hochladen, davor hab ich ein Gespräch mit meinem Provider, weil mir der Platz ausgeht, um sowohl das Video, als auch Bilder hochzuladen. Andererseits möchte ich aber auch nichts löschen, denn wenn uns jemals das Haus bis auf die Grundmauern niederbrennt, ist diese Seite die letzte Bastion, die noch alle Bilder der letzten fast 8 Jahre beinhaltet (wow, so lange mach ich das schon?). Zuguter Letzt wurde die Bildergalerie überholt, da die Masse an Bildern einfach zu unübersichtlich wurde.

Was auch noch ein wenig Zeit (und desweiteren eine große Portion Nerven sowie eine nicht unerhebliche Zahl hörbarer Frequenzen) geraubt hat, ist unser neuestes Zimmer im Haus. Da der Weihnachtsmann so generös war, und Tills größten Wunsch erfüllt hat, mussten wir ein Musikzimmer einrichten, den niemand will ein großes Schlagzeug (4 Becken, Highhat, zwei Snaredrumms, 2 Basedrums, Pauke, ja echt groß!) im Wohnzimmer haben, alos wurde der einzige innenliegende Kellerraum geräumt, was durchaus eine gute Idee war, denn da standen noch drei unberührte Umzugskartons, die jetzt endlich entsorgt sind. Die Jungs haben da jetzt alles, zum Musik, oder Krach machen, natürlich auch mit Gehörschutz, der verpflichtend bei Betreten angelegt wird. Danke an Daniel und Rainer für die Unterstützung mit weiteren Lichtern und Instrumenten, bald sind wir eine Punkband!

Das Jahr find schon mal super an. Ich hab den Jungs für unseren Sylvesterulaub Schnee versprochen. Der kam auch, allerdings erst eine Stunde vor unserer Abfahrt, was den Abschied zu einem mittelschwerem Drama verwandelt hat. Dafür haben wir aber mal unsere Schlitten den Feldberg runtergejagt, was super war, denn Till hat sich kaputtgelacht wenn er in den Graben gefahren ist, und Levi ist Meister des Lenkschlittens, was mir nicht bewusst war. Der fährt mich später durch die Gegend! 

Vor diesem Ausflug gabs mein persönlichen Highlight des Monats, Uri hat Ihren 90ten Geburtstag gefeiert, Opa Rainer auch, was einen ordentlichen Teil der Familie nach Bremen gebracht hat. Wir dachten uns, die Gelegenheit wäre gut, mal einen Fotograf zu beauftragen. Das wir im bremer Parkhotel so eine geniale Kulisse dazu haben würden, war nicht erwartet, aber wenn ich mir das Ergebnis anschaue, summe ich immer die Titelmelodie von Denver-Clan. 

Die Herren des Klans haben dann noch Ihr Weihnachtsgeschenk eingelöst und jetzt können wir alle grillen (ja, konnten wir vorher auch, aber jetzt mit Schürze!). Schön wars allemal, danke dafür!

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Januar 11

Mit dem Partybus quer durchs Land

Frohes Neues Jahr!

Es ist eine Weile her, seit dem letzten Blog, aber ich kam einfach nicht dazu, das ganze Material mal zu sichten, und etwas zu schreiben. Wird gerade in diesem Moment (also für mich) nachgeholt. Es war aber auch echt viel los, wobei die Bilder erstaunlich wenig davon belegen, was ich jetzt mal frech auf widrige Lichtverhältnisse und damit erhöhter Ausschussquote schiebe. Dafür kann ich aber jetzt schon mal ankündigen, dass es bald mal wieder ein Video gibt, aber auch das kann noch etwas dauern. Ich habe in fünf Jahren danke Smartphone und GoPro unglaublich viel Videomaterial gesammelt, was jetzt erstmal irgendwie passend zusammen geschnippelt werden muss.

Im November haben wir mit Halloween, Lichterfesten, St. Martins-Umzug und Kerb hessenweit mehr als genug zu tun gehabt. Da ich ja nun fast freiwillig im Elternbeirat sitze, sind so ein paar Pflichten dazu gekommen, aber das geht alles. Ich darf nicht über die Arbeit reden, aber mit dem Wissen, dass es immer einen Anteil Weltfremder oder im Zweifel einfach nur Dagegen-Sein-Typen gibt, bin ich ganz froh, dass der Anteil derer in meiner Praxis relativ niedrig ist. Im Zuge der Integration in Nauheim auch absolut super, denn irgendwie grüßen mich jetzt doppelt so viele Leute. Da ich davon ausgehe, dass nur vernünftige Leute überhaupt lesen, was ich hier so schreibe, deshalb ein bisschen Werbung. Macht die Arbeit im Beirat, entweder man bewegt was,, oder bremst, was nicht fahren sollte, und wenn alles nicht funktioniert, hat man wenigstens am Ende was gelernt. Bei uns läuft das super, was bin ich froh darum 🙂

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Dezember war halt, was bei uns ein Dezember so ist: viel Vorweihnachtszeit, Party am Adventskalender (wobei die Jungs hochinteressiert die Tage gezählt haben, und jetzt einen eigenen Kalender im Zimmer haben, auf dem Sie sehen können, was so passiert: Musikschule, Turnen, Wochenende). Im Moment ist übrigens Levi mal wieder der Vernünftigere. Manchmal glaub ich’s kaum, aber das wechselt ziemlich oft. Da gibt es dann so Momente, wo wir uns fragen, ob das denn jemals aufhört, und zack, ist alles gut. Dafür muss dann natürlich der andere, in diesem Fall also Till, das logische Denken für eine Weile in den Urlaub schicken. Auch die Ausprägungen sind schon sehr unterschiedlich. Wenn  Till seine 5 Minuten hat (im übrigen zumeist, weil ihm die zeitliche Reihenfolge von Arbeit und Belohnung nicht passt), ist der Hinweis, dass es hysterisches Geschrei eher schlimmer als besser macht, zwar gehört, aber dann auch ignoriert.  Das führt natürlich dazu, wenn die Erkenntnis hereinschwappt, dass es jetzt noch weniger zu holen gibt, dass die Spirale sich weiterdreht, und am Ende steht er ausgetrocknet und mit leeren Händen da. Das zerreist einen dann schon, aber Schwäche zeigen hilft da nicht so viel, eher führt das direkt in eine Kurzzeit-Amnesie, und würde all den Kummer der letzten dreieinhalb Minuten wieder völlig vergessen machen. Also aufrecht hinstellen und die Tür zum Raubtiergehege mit Karacho wieder aufreißen für die nächste Schlacht. Wo man Till in so einer Phase eventuell noch mit Argumenten einfangen könnte, ist bei Levi nichts mehr zu holen. Wenn er loslegt, dann hilft eigentlich gar nichts so richtig, und am ehesten hilft wohl, mir adäquaten Gehörschutz in seiner Nähe bleiben. Entfernung erhöht die Hysterie nur. Geht nicht immer, dann schreit er auch mal alleine, laut und lange, aber das ist dann die Abwägung zwischen Nervenzusammenbruch der Eltern und kindlichen Wohlbefinden.

Aber gut, eigentlich war das schon ok, oder wir haben uns dran gewöhnt. Wichtig war für die Jungs der Monat natürlich, weil Weihnachten war, und da haben die Kinder mächtig abgesahnt. Das führte kurz gesagt auch dazu, dass ich endlich mal gezwungen war, den Keller etwas aufzuräumen, denn im einzigen Raum mit nur einer halben Außenwand haben wir jetzt ein Musikzimmer. Es ist aktuell aber eher… nein anders: Die Jungs haben dort nur Aufenthaltserlaubnis mit Hausschuhen und Gehörschutz. So ein Schlagzeug ist unglaublich laut, aber da ich nun stolzer Besitzer einer Handkreissäge bin (danke Weihnachtsmann), werde ich den Raum mal schick verkleiden. Till wollte dann auch gleich noch ein Polizeizimmer haben (ein Zimmer, wo seine selbstgebastelten Papierpistolen, Westen, Mützen und sowieso alles, was irgendwie mit Polizei zu tun hat, also auch die Schaffnerkelle), aber das wurde abgelehnt, was uns wieder zum letzten Absatz bringt :), drei Zimmer für zwei Kinder sind genug. Zumal das Spielzeug ja im Wohnzimmer verteilt liegt.

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